Lauf bleibt Fahrradfreundliche Kommune

Stadt erhält Rezertifizierung und plant Ausbau der Radinfrastruktur bis 2026

Die Stadt Lauf bleibt auch weiterhin eine der Vorzeigekommunen in puncto Radverkehr: Bereits seit 2018 trägt sie den Titel "Fahrradfreundliche Kommune", verliehen vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr auf Vorschlag der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen e.V." (AGFK). Nun steht die nächste Stufe bevor: Die Rezertifizierung des Titels, die planmäßig nach sieben Jahren fällig ist, wurde erfolgreich auf den Weg gebracht.

Erfolgreiche Empfehlung durch Fachgremium

Ein Expertengremium, dem unter anderem Vanessa Zagel (AGFK Bayern), ein Vertreter des Referats Radverkehr der Landesbaudirektion und Klaus Helgert (ADFC Bayern) angehörten, empfahl einstimmig, die Rezertifizierung bei Staatsminister Christian Bernreiter auszusprechen. Die offizielle Verleihung des Titels für Lauf ist Anfang Februar 2026 in München geplant.

Vorstellung der Fortschritte und Projekte

Anlässlich des Ortstermins im Sitzungssaal der Stadt Lauf bot die Stadtverwaltung Einblicke in die Entwicklungen der vergangenen sieben Jahre:

  • Schulwegkonzept Lauf Nord
  • Radweg über die Heldenwiese
  • Induktionsgesteuerte Ampeln in der Simonshofer Straße und Kunigundenstraße
  • Fahrradstraße Hardtstraße
  • Planung der fahrradfreundlichen Umgestaltung der Altdorfer Straße
  • Diese und weitere Maßnahmen standen im Zentrum der Präsentation, begleitet von regen Diskussionen mit den anwesenden Vertretern aus Verwaltung, Polizei, Landkreis und zahlreichen lokalen und regionalen Institutionen.

    Kritikpunkte und Lob von Experten

    Die Expertinnen und Experten betonten zwar das Fehlen ausgebauter Radwege im stark verdichteten Laufer Zentrum. Sie äußerten hierfür jedoch Verständnis angesichts der beengten baulichen Gegebenheiten. Besonders hervorgehoben wurde der regelmäßige Austausch zwischen Stadt und ADFC im Rahmen von Runden Tischen – ein Zeichen für die konstruktive Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.

    Modal Split: Lauf übertrifft Vorgaben

    Ein wesentliches Argument für die erfolgreiche Rezertifizierung liefert der sogenannte Modal Split: Laut einer aktuellen Mobilitätsbefragung werden in Lauf über 18 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Damit übertrifft Lauf die Zielquote von 15 Prozent deutlich und setzt ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität in der Region.

    Besichtigungen und Perspektiven

    Im Anschluss an das Arbeitsgespräch wurden wichtige Radverbindungen, wie der Radweg über Heldenwiese und die Fahrradstraße in der Hardtstraße, gemeinsam per Fahrrad begutachtet. Die abschließende Diskussion mit der Verwaltung unterstrich die Bedeutung der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Radinfrastruktur.

    Ziele für die kommenden Jahre

    Die Erwartungen sind klar: Eine weitere Steigerung der Radverkehrsquote von 18 auf mindestens 20 Prozent soll angestrebt und nach Beschluss des Stadtrats verbindlich festgelegt werden.

    Stimme aus der Stadtverwaltung

    Bürgermeister Thomas Lang betont: "Ich freue mich sehr, dass uns die Rezertifizierung als fahrradfreundliche Kommune in Aussicht gestellt wurde. Wir wollen sichere Straßen und Wege für alle Verkehrsteilnehmer bereitstellen, ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Die Förderung des Fahrrads als umweltfreundliches Transportmittel ist uns in den vergangenen Jahren gelungen, bleibt aber weiterhin eine wichtige Aufgabe."

    Mit den aktuellen Entwicklungen unterstreicht Lauf ihre Vorreiterrolle im Bereich nachhaltige Mobilität – ein Prozess, der auch in Zukunft sorgfältig und engagiert weitergeführt werden soll.

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