Lauf an der Pegnitz: Bürger diskutieren Zukunft der Stadt
Bürgermeister Lang informiert über Projekte und lädt zur Online-Sprechstunde ein

Die Stadt Lauf an der Pegnitz hat in zwei Bürgerversammlungen Raum geschaffen für den Dialog zwischen Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern. In den Veranstaltungen in der Turnhalle der Kunigundenschule und der Aula der Bertleinschule trafen kommunalpolitische Themen auf reges Interesse: Rund 100 Menschen waren jeweils anwesend, darunter auch Mitglieder des Stadtrats und die Leitung fast aller städtischen Fachbereiche.
Transparenz und Information: Die Schwerpunkte der Versammlungen
Bürgermeister Thomas Lang stellte aktuelle Entwicklungen und Projekte der Stadt ausführlich vor. In seiner Präsentation thematisierte er unter anderem den Neubau der Kita Heuchling sowie den erfolgreichen Abschluss des Radwegs zum Schulzentrum Lauf Nord. Die zuvor kritische Verkehrslage in der Hardtstraße konnte durch deren Umwidmung zur Fahrradstraße entschärft werden. Laut Lang werde der neue Radweg von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen.
Finanzielle Lage und Herausforderungen für Kommunen
Auch zur finanziellen Situation der Stadt Lauf nahm Bürgermeister Lang Stellung. Die gestiegenen Rücklagen und die reduzierte Verschuldung bis 2023/2024 stimmen positiv, auch wenn die Zahlen vorläufig sind. Gleichzeitig verwies der Bürgermeister auf die schwierige Lage vieler Kommunen bundesweit und forderte seitens der Landes- und Bundespolitik mehr finanzielle Unterstützung. Er bezeichnete die Entwicklungen als „dramatisch“ und appellierte an eine stärkere Entlastung der Kommunen.
Streitpunkte und Bürgermeinungen im Fokus
Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zeigte sich auch in kontroversen Diskussionen. In der Kunigundenschule standen das neue Schulwegkonzept für Lauf rechts sowie die Umgestaltung des Oberen Marktplatzes im Zentrum. Während manche eine komplette Verkehrsberuhigung befürworteten, setzen sich Teile des Einzelhandels für die Rückkehr zum alten Zustand ein. Bürgermeister Lang hob hervor, dass die Testphase für Verkehrsberuhigung bewusst als Möglichkeit genutzt werde, verschiedene Lösungen vergleichsweise kosteneffizient zu probieren und bei Bedarf nachzusteuern.
Auch das Projekt Heldenwiese – mit Radweganbindung und neuer Ampeltechnik – sorgte für Diskussionsstoff. Während es vereinzelt Kritik am Vorgehen gab, konnten die Verantwortlichen seitens der Stadt auf durchgeführte Potentialanalysen verweisen und versicherten weiteres Controlling für die Zukunft.
Weitere Themen aus der Bürgerschaft
Konstruktiver Dialog statt scharfen Tons
Bürgermeister Thomas Lang betonte die Notwendigkeit, auch bei Meinungsunterschieden respektvoll im Dialog zu bleiben. Gerade in sozialen Medien, aber auch in Leserbriefen, werde der Ton zuweilen rau. Doch Ziel müsse es sein, die Stadt gemeinsam weiterzuentwickeln. Nach dem offiziellen Teil hatten die Anwesenden Gelegenheit, ihre Anliegen zu äußern und direkt mit Verwaltung und Stadtrat ins Gespräch zu kommen.
Ortsteilspaziergänge und digitale Beteiligung
Abschließend wurde auf die regelmäßigen Ortsteilspaziergänge verwiesen, die im Frühjahr und Herbst stattfanden und einen weiteren Rahmen für Bürgerbeteiligung bieten. Wer nicht persönlich teilnehmen konnte, hat am kommenden Montag um 19:30 Uhr die Gelegenheit, die Online-Bürgersprechstunde auf dem YouTube-Kanal der Stadt Lauf zu verfolgen.
Online-Bürgersprechstunde der Stadt Laufhttps://www.youtube.com/@stadtlaufa.d.pegnitz331/
Die Bürgerversammlungen zeigen: Das Interesse am kommunalen Geschehen ist groß – die Debatten sind lebendig, manchmal kontrovers, immer aber im Sinne der Stadtentwicklung.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.