Johannisstraße und Unterer Marktplatz: Probe-Regelungen bleiben bis zum Gesamtkonzept

Stadtrat sieht den Probebetrieb als erfolgreich abgeschlossen; Verwaltung erarbeitet bis Ende Januar 2027 Gestaltungsvarianten mit Beteiligung von Bürgern, Handel und Gastronomie.

Verkehrsregelungen am Marktplatz bleiben vorerst bestehen

Die Einbahnstraßenregelung in der Johannisstraße und die Parkregelung auf dem Unteren Marktplatz bleiben bis zur Verabschiedung eines endgültigen Gesamtkonzeptes für den Marktplatz in Kraft. Das hat der Stadtrat der Stadt Lauf in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Für beide Maßnahmen hatte seit dem Herbst vergangenen Jahres zunächst ein Probebetrieb gegolten. Nach Angaben der Stadt bewertete der Stadtrat diesen nun als erfolgreich abgeschlossen. Verkehrszählungen im Auftrag der Verwaltung hätten gezeigt, dass durch den Probebetrieb sowohl eine Reduzierung des Verkehrs als auch eine Verlangsamung erreicht worden seien.

Weniger Durchgangsverkehr in der Johannisstraße

Nach Darstellung der Stadt gibt es durch die Einbahnstraßenregelung in der Johannisstraße deutlich weniger Durchgangsverkehr. Der Zielverkehr zum Marktplatz sei dagegen gleichgeblieben. Die Änderungen trügen damit zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Zugleich könnten Autofahrer weiterhin direkt auf den Marktplatz fahren, dort parken und einkaufen gehen.

Nächste Schritte für die Gestaltung des Marktplatzes

Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, die provisorischen Warnbaken unverzüglich durch optisch ansprechende Begrünungsmaßnahmen zu ersetzen. Außerdem soll vor der Johanniskirche eine begrünte Interimsmaßnahme umgesetzt werden.

Bis Ende Oktober soll ein Anforderungsprofil für die künftige Gestaltung des gesamten Marktplatzes erarbeitet werden. Mit Unterstützung eines externen Büros für Stadtplanung sollen anschließend bis Ende Januar 2027 mehrere Gestaltungsvarianten einschließlich Planskizzen und Kostenschätzung beraten und beschlossen werden.

Diese Entwürfe sollen bis spätestens Ende März 2027 vorgestellt werden. Vorgesehen sind dabei sowohl eine öffentliche Informationsveranstaltung als auch die Möglichkeit zur digitalen Beteiligung. Die Entscheidung für eine der Gestaltungsvarianten soll bis spätestens Ende Juni 2027 feststehen. Bis dahin sollen auch die Bürgerinnen und Bürger, der Handel und die Gastronomie beteiligt werden.

Kriterien für die endgültige Entscheidung

Zu den Kriterien für die Auswahl der künftigen Gestaltung zählen laut Stadt unter anderem:

  • Aufenthaltsqualität,
  • Erreichbarkeit des Marktplatzes,
  • Barrierefreiheit,
  • Klima- und Nachhaltigkeitsaspekte.

Beteiligung von Anwohnern und Gewerbe

Bereits in den vergangenen Monaten hatte es für die Laufer Bevölkerung, insbesondere für Anwohner und Gewerbetreibende am Marktplatz, Beteiligungsmöglichkeiten gegeben. Im Frühjahr fand eine Fragebogenaktion statt, an der sich Anwohner, ansässige Ärzte, Hoteliers, Gastronomen und Händler beteiligen konnten. Zudem gab es seitdem mehrere Treffen mit den Händlern, unter anderem mit Bürgermeister Thomas Lang und Dr. Mirjam Pekar-Milicevic von der Wirtschaftsförderung.

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