Blumenschmuckwettbewerb trotzt Wetterkapriolen

76. Ausgabe mit Ehrungen und Vortrag zu alten botanischen Bräuchen im Bürgerbräu

Blumenschmuckwettbewerb trotzt Wetterkapriolen
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Am vergangenen Freitag feierte der 76. Blumenschmuckwettbewerb seine diesjährige Preisverleihung im traditionsreichen Brauereigasthof Bürgerbräu. Bei musikalischer Begleitung durch die Stadtkapelle blickten Gäste, Vertreter des Obst- und Gartenbauvereins sowie zahlreiche Teilnehmer und Preisträger auf ein Gartenjahr mit herausfordernden Bedingungen zurück.

Ein Jahr der Herausforderungen und Erfolge für Hobbygärtner

Trotz durchwachsener Wetter- und Rahmenbedingungen bewiesen die Teilnehmer des Wettbewerbs ein bemerkenswertes Engagement. Der Obst- und Gartenbauverein würdigte die Mühe aller Beteiligten und lobte besonders den sichtbaren Zuwachs an Interesse im Vergleich zum Vorjahr.

In seiner Begrüßung hob der Vereinsvorsitzende hervor, wie sehr Pflanzen das Erscheinungsbild einer Gemeinde prägen. Sein Dank galt nicht nur den Hobbygärtnern, die mit Kreativität und Fleiß für blühende Gärten, Beete und Balkone sorgen, sondern auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern von Rathaus, Bauhof und Stadtgärtnerei.

Fachvortrag zur vergessenen Sprache der Gartenkultur

Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Gartenfachmann Peter Gasteiger vom Inn. Unter dem Titel "Vergessene Sprache in der heimischen Gartenkultur" ging er der Frage nach, warum traditionelle Bedeutungen und Bräuche rund um heimische Pflanzen in Vergessenheit geraten sind.

Gasteiger erläuterte anschaulich, wie sowohl heidnischer Aberglaube als auch katholische Traditionen die Arten der Bepflanzung historisch beeinflusst haben. Viele Dinge werden heute noch praktiziert, oft ohne das Wissen um ihren Ursprung.

  • Die Eibe galt als Symbol für das weibliche Prinzip und wurde häufig auf Gräbern geliebter Ehefrauen gepflanzt.
  • Lilien standen als 'königlicher letzter Gruß' für Ehrerbietung gegenüber Verstorbenen.
  • Gelbe Blumen brachten auf Gräbern hingegen Ablehnung zum Ausdruck.
  • Erdbeerpflanzen symbolisieren die Heilige Jungfrau und werden daher auch auf Friedhöfen gefunden.
  • Der ebenso humorvolle wie fachkundige Vortrag wurde vom Publikum mit großem Applaus gewürdigt.

    Ehrungen und Auszeichnungen für blühende Kreativität

    Die Urkunden für den diesjährigen Blumenschmuckwettbewerb wurden vom Oberbürgermeister persönlich überreicht. Die prämierten Teilnehmer erhielten neben Urkunden auch kleine Sachpreise – als Anerkennung und Motivation für weitere gärtnerische Leistungen im kommenden Jahr.

    Preisträger 2023

    • Hervorragend: Brigitte [Nachname nicht angegeben], Heidi Lobensommer, Christine [Nachname nicht angegeben]
    • Sehr gut: Jutta Abel, Olga Auer, Thomas Berner, Braininger [Vorname nicht angegeben], Ingrid Brandauer, Walter Dennerlein, Helga Filser, Marianne Gschwendtner, Waldemar Hafner, Claudia Hutterer, Therese Meta, Petra Ü [Nachname unvollständig], Armin Neubauer, Nitzinger [Vorname nicht angegeben], Ursula Strubreiter, Beate Schmitt, Schubert [Vorname nicht angegeben], Regina Schwaiger, Tamara Schwenderling, Rudolf Thaler, Wickop [Vorname nicht angegeben]
    • Ausgezeichnet: Guido Demmel, Luna Timo Drexler, Gasser [Vorname nicht angegeben], Rita Florian Grießenböck (Alpenstadt-Hotels), Silvia Reinhard Hauff, Erna Herb, Stefanie Lexhaller, Christa Mauerer, Angela Pissarek, Susanne Nikolaus, Staudinger Monika, Schatzl Walburga Maria Weiß
    • Gut: Alexandra Baumgartner, Falco Buchinger, die Caritas mit dem Café Begegnung vertreten durch Anna Müller, Ekaterina Gerdt, Anton Hager, Andrea Schmid, Alexander Weber
    • Bedeutung für das Gemeindeleben

      Mit dem Wettbewerb fördert die Gemeinde nicht nur den gemeinschaftlichen Zusammenhalt, sondern setzt auch ein Zeichen für nachhaltige Verschönerung des öffentlichen und privaten Raums. Der Austausch über Gartenkultur, wie er durch den Vortrag und die Ehrungen angeregt wurde, gibt Impulse für die nächsten Monate und inspiriert auch neue Teilnehmer.

      Zum Abschluss des Abends bedankte sich der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins nochmals bei allen Anwesenden und wünschte einen angeregten Austausch und eine sichere Heimkehr. Die Preisverleihung zeigte: Die Pflege von Blumen und Gärten bleibt eine geschätzte Tradition und trägt maßgeblich zur Lebensqualität in der Gemeinde bei.

      Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Wolfgang Giboni und der Referent Peter Gasteiger (v.l.) freuen sich über zahlreiche Preisträger beim Blumenschmuckwettbewerb.

      Weitere Bilder

      Blumenschmuckwettbewerb trotzt Wetterkapriolen
      Bild zum Beitrag© Neues aus Bad Reichenhall
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