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4000 Jahre alter Bronzedolch im ReichenhallMuseum: Funde aus der Bronze- und Spätlatènezeit erstmals öffentlich
Neue Funde im ReichenhallMuseum
Ein rund 4000 Jahre alter Bronzedolch wurde im ReichenhallMuseum gezeigt.
Weitere archäologische Funde aus der Bronze- und Spätlatènezeit kamen ebenfalls ins Museum.
Die Funde bekommen dort eine neue Heimat.
Erste öffentliche Ausstellung am Tag des offenen Denkmals
Der frühbronzezeitliche Dolch wird am Sonntag, 13. September 2026, erstmals öffentlich gezeigt.
Das geschieht im ReichenhallMuseum beim Tag des offenen Denkmals.
Der Dolch wurde bei Ausgrabungen für ein Rückhaltebecken entdeckt.
Die Funde sollen mehrere Jahrtausende Siedlungsgeschichte in Bad Reichenhall erklären.
Weg eins: Schenkung von Ute Meier
Die Architektin und Bauherrin Ute Meier schenkt der Stadt archäologische Funde.
Ute Meier trägt die Denkmalschutzmedaille.
Die Funde stammen aus der Sanierung von Haus Florianiplatz 15.
Die Entdeckungen fanden vor Inkrafttreten des bayerischen Schatzregals statt.
Das Schatzregal trat am 1. Juli 2023 in Kraft.
Haus Florianiplatz 15 stammt im Kern aus dem 13. und 14.
Jahrhundert.
Die Funde reichen teilweise noch einige Jahrhunderte weiter zurück.
Die Funde geben Einblicke in Lebensgewohnheiten früherer Bewohner.
Weg zwei: Funde vom Reischlklammbach
Die vorgeschichtlichen Funde vom Reischlklammbach stammen aus dem Ortsteil Karlstein.
Die Funde wurden vor dem Bau des Rückhaltebeckens geborgen.
Bei der Bergung fanden Ausgrabungen statt.
Die Entdeckungen passierten im Sommer 2024.
Dies geschah nach Einführung des Schatzregals.
Schatzregal und Eigentum
Das Schatzregal regelt den Umgang mit archäologischen Funden in Bayern.
Der Ablauf steht in Art. 9 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes.
Nach Art. 9 wird Eigentum bei der Entdeckung dem Freistaat Bayern zugeordnet.
Die Stadt Bad Reichenhall erhielt eine Eigentumsübertragung.
Das erfolgte nach Art.
9 Absatz 5 BayDSchG.
Die Übertragung betraf Funde aus der Grabung bei Karlstein.
Die Stadt Bad Reichenhall übertrug das Eigentum an das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Funde übernommen.
Die Funde werden künftig im ReichenhallMuseum aufbewahrt.
Eine Fachkraft sorgt dort für fachgerechte Archivierung und Lagerung.
Warum es keine Überraschung gab
Die archäologischen Entdeckungen waren beim Bau des Rückhaltebeckens nicht ganz unerwartet.
In Karlstein sind bereits zahlreiche Bodendenkmäler bekannt.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stufte den Baubereich frühzeitig ein.
Die Behörde nannte den Bereich eine archäologische Vermutungsfläche.
Für die Bauarbeiten war deshalb eine archäologische Begleitung vorgesehen.
Die wissenschaftliche Grabungsleitung übernahm Katrin Heigermoser M.A.
Sie arbeitet beim Büro Archäologie Hofmann & Heigermoser GbR.
Sie führte die Grabung mit ihrem Team durch.
Die frühzeitige Vorbereitung hielt die Auswirkungen auf den Bauablauf gering.
Ergebnisse der Grabung
Der abschließende Grabungsbericht dokumentiert Siedlungsspuren.
Die Spuren reichen vom Ende der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit.
Danach blieb der Platz rund 1000 Jahre unbesiedelt.
Erst in der Spätlatènezeit siedelten sich dort wieder Menschen an.
Die Spätlatènezeit ist die späte Eisenzeit.
Der Griffplattendolch im Detail
Besonders bedeutend ist der frühbronzezeitliche Griffplattendolch.
Der Dolch ist 12,5 Zentimeter lang.
Der Dolch ist an der breitesten Stelle 3,7 Zentimeter breit.
Seine Oberfläche zeigt ein Fischgrätband.
Das Fischgrätband hat hängende Dreiecke.
Nach der Bergung wurde der Dolch konservatorisch gefestigt.
Diese Arbeit übernahm das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.
Programm zum Anfassen im Museum
Am Tag des offenen Denkmals können Besucher den Dolch nahe sehen.
Der Termin liegt am 13. September 2026.
Im ReichenhallMuseum gibt es den Programmpunkt „Hands on!
Bodendenkmalpflege zum Anfassen“.
Bei diesem Punkt werden die Funde vorgestellt.
Offizielle Übergabe im Museum
Dr.
Martina Pauli und Dr.
Jochen Haberstroh übergaben die Funde offiziell.
Beide kommen vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
Empfänger war Oberbürgermeister Dr.
Christoph Lung.
Empfänger war außerdem Veronika Wolfgruber.
Veronika Wolfgruber arbeitet bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Bad Reichenhall.
Weitere Informationen
Weitere Informationen stehen auf der Internetseite der Stadt Bad Reichenhall.
Die Adresse lautet www.stadt-bad-reichenhall.de.