Team Orange startet in Bayerns Wintersaison
Mit 23.000 Tonnen Streusalz und modernem Managementsystem sorgt das Staatliche Bauamt für sichere Straßen im Süden Bayerns

Das Staatliche Bauamt startet gut vorbereitet in die kommende Wintersaison: Die „Team Orange“ getauften Winterdienst-Mitarbeiter sorgen mit moderner Ausrüstung, umfangreichen Vorräten und erprobten Abläufen erneut für die Sicherheit auf den Straßen im südlichen Bayern. Insgesamt werden rund 1.300 Kilometer Bundes-, Staats- und ausgewählte Kreisstraßen betreut.
Vorbereitung auf den Winter: Salzvorräte und Technik
In den Salzhallen der Standorte Ebersberg, Mühldorf und Ampfing lagern derzeit etwa 23.000 Tonnen Streusalz. Dank kurzer Nachbestellwege ist auch bei lang anhaltenden oder besonders kalten Wetterlagen die Versorgung gesichert. Die Nähe zu den Alpen im Landkreis Miesbach erfordert zum Teil einen erhöhten Salzeinsatz, da hier häufiger mit starkem Schneefall und sinkenden Temperaturen gerechnet wird.
Moderne Technologien für sichere Straßen
Die Winterdiensteinsätze werden auf Basis aktueller Wetterprognosen und modernster Messtechnologien geplant. Axel Reinicke vom Staatlichen Straßenbetriebsdienst erläutert, dass hierfür Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes sowie Daten von Straßenwetterstationen genutzt werden. Diese liefern wichtige Informationen zu Fahrbahntemperaturen, Niederschlag und Salzkonzentration. Die gesammelten Daten werden im sogenannten Winterdienstmanagementsystem (WDMS) zusammengeführt und dienen als Entscheidungsgrundlage für die Einsätze.
Die Straßen werden abhängig von ihrer Bedeutung für den Verkehr geräumt, wobei stark frequentierte Strecken Vorrang haben. Um auch in extremen Situationen möglichst früh einsatzbereit zu sein, beginnen die Einsätze häufig mitten in der Nacht. Ziel ist es, insbesondere vor dem morgendlichen Berufsverkehr für sichere Straßen zu sorgen.
Innovationen im Streueinsatz
Statt des klassischen Trockensalzes setzen die Winterdienstteams heute überwiegend auf feuchte und flüssige Salzlösungen. Straßenmeister Martin Rabe betont, dass diese Methoden umweltfreundlicher sind, besser haften und effektiver wirken. Die neuesten Fahrzeuge sind mit kombinierten Streugeräten ausgestattet, die sowohl Sole versprühen als auch Feuchtsalz ausbringen können. Temperatursensible Technologie ermöglicht den Einsatz der Streumittel optimal bis minus 5 °C.
Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer
Christian Bernreiter weist auf die Bedeutung der Eigenverantwortung im Winter hin: „Die Verkehrsteilnehmer haben für uns oberste Priorität. Wir sorgen rund um die Uhr für verkehrssichere Bundes- und Staatsstraßen im Ernstfall. Dennoch ist eine winterliche Fahrbahn nicht mit einer trockenen im Sommer vergleichbar. Bitte unterstützen Sie uns durch umsichtiges Fahren, Aufmerksamkeit und ausreichend Zeit beim Planen Ihrer Wege.“
Empfohlen wird zudem die Nutzung von Winterreifen der Kennzeichnungen „M+S“ oder „Alpine“ während der kalten Monate von Oktober bis Ostern.
Wertschätzung für das Winterdienstteam
Der Bayerische Verkehrsminister lobt die Arbeit der Winterdienstteams und appelliert an die Bevölkerung: „Auch wenn’s mal ein bisschen länger dauert, bitte ich um Rücksichtnahme und Respekt für alle eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Das Staatliche Bauamt wünscht allen Verkehrsteilnehmern eine sichere Fahrt durch die neue Wintersaison.
Adresse: Wittelsbacherstr. 11 / Greidererstr. 6, 83022 Rosenheim
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