Flucht vor Kontrolle endet mit Festnahme

Bundespolizei stoppt Mann bei Oberaudorf – Ermittlungen wegen illegaler Einreise, Alkohol, Drogen und Gewalt gegen Beamte

Von Blaulichtreport
Flucht vor Kontrolle endet mit Festnahme
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Bei einer Grenzkontrolle im Raum Rosenheim hat die Bundespolizei am Donnerstag, 16. April, einen Pkw-Fahrer gestoppt, der sich zuvor den Weisungen der Kontrollbeamten entzogen hatte. Nach kurzer Verfolgung wurde das Fahrzeug an der A93 bei Oberaudorf angehalten. Gegen den Fahrer, einen tunesischen Staatsangehörigen, wird nun unter anderem wegen illegaler Einreise, Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Beleidigung, Widerstand und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt. Auf richterliche Anordnung befindet er sich in Untersuchungshaft.

Kontrolle an der Grenze endet mit Verfolgung

Nach Angaben der Bundespolizei sollte der Mann an der Kontrollstelle bei Kiefersfelden in ein Kontrollzelt einfahren. Stattdessen setzte er seine Fahrt auf der Inntalautobahn fort. Die Beamten nahmen daraufhin sofort die Verfolgung auf und stoppten das Auto mit italienischen Kennzeichen an der Anschlussstelle Oberaudorf.

Der Vorfall zeigt aus Sicht der Behörden einen klaren Verstoß gegen die Anweisungen der Kontrollkräfte. Der Fahrer habe von Beginn an kein Interesse an einer Kontrolle erkennen lassen.

Auffälliges Verhalten während der Kontrolle

Bei der anschließenden Überprüfung konnte der Mann weder die erforderlichen Einreisepapiere noch einen Führerschein vorweisen. Noch zu Beginn der Kontrolle zeigte er den Mittelfinger. Da die Beamten deutlichen Alkoholgeruch wahrnahmen, wollten sie einen Atemalkoholtest durchführen.

Der Mann war dazu offenbar nicht in der Lage. Stattdessen verhielt er sich zunehmend aggressiv und unkooperativ. Er versuchte, die Beamten wegzuschieben, und schlug schließlich nach ihnen. Daraufhin brachten ihn die Einsatzkräfte zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Im weiteren Verlauf beleidigte er die Beamten.

Verdacht auf Alkohol und Kokain

Der Festgenommene wurde zur Dienststelle gebracht. Dort ergab ein Drogenschnelltest, dass er offenbar unter dem Einfluss von Kokain stand. Die Bundespolizei stellte zudem mithilfe von Fingerabdrücken fest, dass es sich um einen Tunesier handelt, der bereits mehrfach versucht hatte, illegal in die Bundesrepublik einzureisen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der Mann in der Vergangenheit in Italien registriert worden, verfügt dort aber über keine gültige Aufenthaltserlaubnis mehr.

Untersuchungshaft und weitere Schritte

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Amtsgericht Untersuchungshaft gegen den tunesischen Staatsangehörigen an. Er wurde am Donnerstagnachmittag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Zudem hat die Bundespolizei erste Schritte zur Aufenthaltsbeendigung eingeleitet. Vorgesehen ist, den Mann auf Grundlage der richterlichen Entscheidung einer Abschiebehafteinrichtung zuzuführen.

Weitere Entwicklung

Der Fall verbindet mehrere Vorwürfe, die von der missachteten Grenzkontrolle bis zum tätlichen Angriff auf Beamte reichen. Für die Ermittlungsbehörden steht nun die rechtliche Aufarbeitung im Vordergrund.

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