Lkw bleibt in Bahnunterführung in München-Ramersdorf stecken
Bergung erschwert durch Oberleitung; Tramverkehr südlich vollständig gesperrt und Brücke mit Statiker geprüft

In München-Ramersdorf ist am Dienstag, 8. September 2026, gegen 11.50 Uhr ein Lkw in einer Bahnunterführung auf der Chiemgaustraße stecken geblieben. Nach Angaben der Feuerwehr hatte der Fahrer offenbar die Höhe seines Fahrzeugs unterschätzt. Der Auflieger blieb in der Unterführung hängen, das hintere Drittel war beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits stark deformiert und unter der Brücke verkeilt.
Die Bergung gestaltete sich zusätzlich schwierig, weil sich direkt neben dem Fahrzeug eine noch unter Spannung stehende Oberleitung befand. Bevor die Feuerwehr mit den eigentlichen Maßnahmen beginnen konnte, musste die Leitung daher freigeschaltet und geerdet werden.
Im Anschluss versuchte die Feuerwehr, den Lkw so weit abzusenken, dass er die Unterführung passieren konnte. Zunächst wurde die Luftfederung vollständig abgesenkt. Als das nicht ausreichte, ließen die Einsatzkräfte zusätzlich etwa ein Drittel des Luftdrucks aus den Reifen ab.
Die Maßnahmen führten schließlich zum Erfolg: Das Fahrzeug konnte weit genug abgesenkt werden, sodass sich der Fahrer mit seinem Lkw aus eigener Kraft aus der Unterführung befreien konnte.
Während des Einsatzes war der Tramverkehr in südlicher Richtung vollständig gesperrt. Die Polizei will die Brücke gemeinsam mit einem Statiker auf mögliche Schäden überprüfen.
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