Camping in Deutschland wächst weiter: ADAC sieht mehr Menschen in der Zielgruppe
Mehr als jeder Vierte ab 16 Jahren zählt laut ADAC zur Camping-Zielgruppe; Wohnmobil, Zelt und Wohnwagen gehören zu den beliebtesten Reiseformen.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Nach einer aktuellen Marktforschungsumfrage des ADAC zählt inzwischen jeder vierte Mensch ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Das entspricht 25 Prozent und rund 17 Millionen Deutschen. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2023 ist der Anteil um vier Prozentpunkte gestiegen.
Besonders deutlich ist der Zuwachs bei den 16- bis 39-Jährigen. In dieser Altersgruppe stieg der Anteil innerhalb von drei Jahren von 35 auf 39 Prozent. Bei den 40- bis 59-Jährigen liegt der Wert bei 26 Prozent. In der Altersgruppe ab 60 Jahren beträgt er unverändert 11 Prozent.
Beliebte Reiseformen und Unterkünfte
Knapp die Hälfte aller Campingurlaube wird mit dem Wohnmobil, dem Campingbus oder dem Minicamper unternommen. 18 Prozent buchen Mobilheime, 17 Prozent reisen mit Zelt oder Dachzelt, 16 Prozent mit dem Wohnwagen. Der klassische Campingplatz bleibt dabei die wichtigste Unterkunftsform: Vier von fünf Campern nutzen ihn während ihres Haupturlaubs.
Auch alternative Stand- und Stellplatzangebote gewinnen an Bedeutung. Bereits 29 Prozent der Camper haben sogenannte Microcamping-Angebote genutzt, etwa auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. Weitere 56 Prozent können sich vorstellen, solche Angebote innerhalb der kommenden zwei Jahre auszuprobieren.
Deutschland bleibt wichtigstes Reiseziel
Mit rund 54 Prozent bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Camper. Das europäische Ausland folgt mit rund 41 Prozent. Innerhalb Deutschlands liegen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erneut an der Spitze der beliebtesten Campingdestinationen, dicht gefolgt von Schleswig-Holstein. Im europäischen Ausland steht Italien auf Platz eins, vor Frankreich und den Niederlanden.
Budget leicht gestiegen
Auch das Campingbudget hat sich im Vergleich zu 2023 leicht erhöht. Im Durchschnitt steht den Campern ein Gesamtbudget von 910 Euro pro Erwachsenen beziehungsweise Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren pro Woche zur Verfügung. Das entspricht einem Tagesbudget von 102 Euro pro Erwachsenen und 54 Euro pro Kind.
Zur Studie
Die ADAC Camper-Studie 2026 wurde von NORDLIGHT research im Auftrag der ADAC Marktforschung durchgeführt. Grundlage sind 4.371 Screening-Interviews mit Personen ab 16 Jahren in Deutschland sowie 1.003 vertiefende Interviews mit Personen aus der Camping-Zielgruppe. Die Online-Befragung fand vom 29. Juni bis zum 7. Juli 2026 statt.
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