Bundespolizeidirektion München veröffentlicht Zahlen zu unerlaubten Einreisen und weiteren Feststellungen in Bayern
14.509 Zurückweisungen oder Zurückschiebungen an der Grenze sowie 22.424 unerlaubte Einreisen bei Binnengrenzkontrollen—mit Hinweisen auf mögliche Änderungen durch Nacherfassungen
Die Bundespolizeidirektion München hat neue Zahlen zu unerlaubten Einreisen und weiteren Feststellungen im Freistaat Bayern veröffentlicht. Nach Angaben der für die grenzpolizeilichen Aufgaben in Bayern zuständigen Behörde wurden in den Jahren 2024 bis 2026 insgesamt 14.509 Personen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit einem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Erfasst sind dabei der Luft- und der Landweg.
Seit der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen Schengenbinnengrenzen am 16. September 2024 bis einschließlich 31. August 2026 stellte die Bundespolizei in Bayern laut Mitteilung 22.424 unerlaubte Einreisen fest. Davon entfielen 17.468 Fälle auf die österreichische und 4.956 auf die tschechische Grenze.
Im selben Zeitraum wurden 14.509 Personen unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Zudem wurden 811 Personen wegen einer Wiedereinreisesperre für Deutschland an der Einreise gehindert. 1.092 Schleuser wurden vorläufig festgenommen. Als Beifang vollstreckte die Bundespolizei 4.991 offene Haftbefehle und stellte 434 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder dem islamistischen Spektrum fest.
Für den Zeitraum vom 8. Mai 2025 bis einschließlich 31. August 2026 nennt die Bundespolizeidirektion München weitere Kennzahlen zu Feststellungen an Landgrenzen. Danach wurden 14.051 unerlaubte Einreisen registriert. Die Zahl der Zurückweisungen und Zurückschiebungen lag bei 9.580. Davon entfielen 600 Fälle auf den in § 18 Absatz 2 AsylG genannten Bereich. Außerdem wurden 49 vulnerable Gruppen festgestellt, 502 Personen mit Wiedereinreisesperren an der Einreise gehindert, 680 Schleuser vorläufig festgenommen, 3.471 Haftbefehle vollstreckt und 342 PMK-Treffer verzeichnet.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die Kontrollen seit dem 16. September 2024 auch die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark betreffen. An den übrigen Landgrenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz fanden die vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen bereits zuvor statt. Nach Darstellung der Behörde sind die Kontrollen zum Schutz der inneren Sicherheit und zur Reduzierung irregulärer Sekundärmigration notwendig.
Bei den genannten Daten handelt es sich laut Hinweis um Zahlen der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei bis einschließlich Juli 2026. Sie können sich aufgrund von Nacherfassungen oder notwendigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung noch geringfügig ändern. Die Daten für August 2026 basieren demnach auf einem Sondermeldedienst.
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