Alemannia Aachen setzt sich bei FC Ingolstadt 04 klar durch
3:0 am vierten Spieltag der 3. Liga mit frühem Führungstreffer, schneller Roten Karte und deutlichen Worten von Selimbegovic sowie Schroers
Die Alemannia Aachen hat am vierten Spieltag der 3. Liga bei FC Ingolstadt 04 einen deutlichen 3:0-Auswärtssieg gefeiert. Die Partie begann aus Aachener Sicht furios: Bereits nach 11 Minuten stand es nach Treffern von Lukas Scepanik, Mika Schroers und Louis Köster 3:0. Für Ingolstadt kam zusätzlich eine frühe Rote Karte gegen Elias Decker in der 4. Minute hinzu.
„So verrückt kann Fußball sein“, sagte Aachens Trainer Mersad Selimbegovic mit Blick auf den Kontrast zur Vorwoche. Damals hatte seine Mannschaft gegen Meppen nach 11 Minuten mit 0:2 zurückgelegen, nun führte sie in Ingolstadt nach elf Minuten mit 3:0. Selimbegovic sprach von „besonderen Spielen“, die man nicht oft erleben wolle, und erklärte zugleich, dass er trotz des klaren Starts wachsam bleibe.
Mika Schroers wertete den schnellen Umschwung ausdrücklich als Reaktion auf die Niederlage gegen Meppen. Die Mannschaft habe von Beginn an Druck machen, kämpfen und eine Antwort zeigen wollen. Er betonte, dass auch nach dem Platzverweis nicht nachgelassen worden sei. Zugleich erklärte der Torschütze, dass er sich in Aachen wohlfühle und mit der Alemannia etwas erreichen wolle.
Jonas Oehmichen, der den Platzverweis für Elias Decker erzwang und das 2:0 vorbereitete, sprach von einer „sehr, sehr verrückten“ Anfangsphase. Er sagte, die Mannschaft habe sich vorgenommen, mit viel Energie aus den Startlöchern zu kommen, und sei mit dem schnellen 3:0 dafür belohnt worden. Danach habe die Partie eher verwaltet werden müssen. Oehmichen äußerte sich außerdem erfreut darüber, dass Mika Schroers in Aachen geblieben sei.
Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann bezeichnete die ersten Minuten als den ungünstigsten Start, den man sich für ein Spiel vorstellen könne. Sie verwies auf den frühen Platzverweis und die unmittelbaren Gegentore, sprach aber auch von einem Kraftakt ihrer Mannschaft in der Defensive. Geschäftsführer Sport Harald Gärtner betonte in der Halbzeitpause, dass die junge Mannschaft im weiteren Saisonverlauf Verantwortung übernehmen müsse.
MagentaSport zeigte das Topspiel des 4. Spieltags der 3. Liga zwischen dem FC Ingolstadt und Alemannia Aachen live. Nach Angaben des Senders sind alle Spiele der 3. Liga nur dort live zu sehen.
Stimmen zum Spiel
Mersad Selimbegovic, Trainer Aachen
„So verrückt kann Fußball sein. Letzte Woche gibst du das Spiel in 10 Minuten her, heute gewinnst du das Spiel in 10 Minuten. Das sind schon besondere Spiele, die du nicht besonders oft haben willst, in beide Richtungen. Heute habe ich nichts dagegen. Aber ich bin zu lange im Geschäft, um zu wissen, dass das nicht regelmäßiger passieren kann.“
Mika Schroers, Aachener Torschütze zum 2:0
„Definitiv! Wir wollten von Anfang an Druck machen, wir wollten eine Reaktion zeigen, wir wollten Gas geben, kämpfen. Das haben wir gut gemacht. Natürlich, mit der Roten Karte ist das für uns gelaufen. Aber auch dann muss man mit einem Mann mehr so weitermachen und in so kurzer Zeit auf 3:0 stellen.“
Jonas Oehmichen, Spieler Aachen
„Das war schon sehr, sehr verrückt. Wir haben uns vorgenommen, direkt mit viel Energie rauszukommen. Wir wollten Gas geben und Ingolstadt unter Druck setzen. Das ist uns gut gelungen. Wir konnten recht schnell die 3 Tore machen. Danach wollten wir eigentlich noch mehr. Das wurde dann eher zur Verwaltung. Wir können heute sehr, sehr zufrieden sein.“
Sabrina Wittmann, Trainerin Ingolstadt
„Auf jeden Fall war es der ungünstigste Start, den man sich in so ein Spiel vorstellen kann.“
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