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Wirtschaft

ADAC sieht Kleinwagenpreise auf hohem Niveau

Preise für Benzin-Kleinwagen steigen laut ADAC, während das Angebot bei Verbrennern schrumpft und elektrische Modelle weiterhin als zu teuer gelten

Von Herold-Team03.09.26, 13:09

Kleinwagen werden nach einer Auswertung des ADAC für Käuferinnen und Käufer immer teurer. Nach Angaben des Mobilitätsclubs steigen die Durchschnittspreise aller angebotenen Kleinwagen auf dem Markt weiter an. Gleichzeitig schrumpft das Angebot bei den Verbrennern.

Verbrenner-Segment verliert weiter an Gewicht

Besonders deutlich ist die Entwicklung bei den Kleinwagen mit Benzinmotor. Ein neuer Kleinwagen mit Benzinmotor kostet demnach im Durchschnitt fast 24.000 Euro. Das entspricht knapp 80 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Diesel oder andere Verbrennervarianten werden in dieser Fahrzeugklasse laut ADAC inzwischen gar nicht mehr angeboten.

Auch insgesamt geht das Angebot an Kleinwagen mit Verbrennungsmotor zurück. Mit nur noch 46 Modellen wurde in diesem Jahr ein neuer Tiefstand erreicht.

Elektro-Kleinwagen günstiger, aber weiter teuer

Im Elektrosegment zeigt sich laut ADAC eine gegenläufige Entwicklung. Ein E-Kleinwagen kostet in diesem Jahr weniger als 30.000 Euro. Das ist ein Rückgang von über neun Prozent im Vergleich zu 2024. Zugleich wächst das Angebot: Der ADAC Autokatalog zählt inzwischen fast 40 Modelle.

Nach Einschätzung des Clubs sind auch elektrische Kleinwagen jedoch weiterhin zu teuer. Vor zehn Jahren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für ein fabrikneues Elektroauto noch knapp 5000 Euro weniger bezahlen, obwohl das Angebot damals mit nicht einmal zehn Fahrzeugen deutlich kleiner war.

Preise insgesamt auf hohem Niveau

Wer alle Antriebsformen zusammen betrachtet, sieht laut ADAC, dass die Kleinwagenpreise insgesamt auf hohem Niveau verharren beziehungsweise leicht steigen. Zwar hat sich das Angebot im vergangenen Jahr wieder etwas erholt: Kundinnen und Kunden hatten die Auswahl aus über 80 Modellen, was zuletzt 2017 der Fall war. Im gleichen Zeitraum ist der Durchschnittspreis für einen Kleinwagen über alle Antriebsformen jedoch um über 10.000 Euro gestiegen.

Der ADAC sieht darin für viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine Hürde, weil bezahlbare Mobilität gerade in Zeiten hoher finanzieller Belastungen besonders wichtig sei. Kleinwagen sollten diese Rolle eigentlich erfüllen.

ADAC fordert Fokus auf bezahlbare Modelle

Der ADAC fordert deshalb, dass die Hersteller das Segment der Kleinwagen nicht vernachlässigen. Viele Verbraucher benötigten nach Einschätzung des Clubs kein Überangebot an Komfort- oder Unterhaltungsfunktionen, die inzwischen in vielen Kleinwagen serienmäßig seien. Darin sieht der ADAC ein ungenutztes Sparpotenzial.

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ADAC Auswertung zeigt: Kleinwagenpreise ziehen immer weiter an / Angebot im Verbrenner-Segment schrumpft
© ADAC – Foto: ADACBild 1 von 3

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